Formen des lebendigen Raumes

Frühjahr 26 / Monografie / Distanz-Verlag / Hg. Museum Haus Konstruktiv

Monografie Olaf Holzapfel

Material als Geflecht
Olaf Holzapfel (geb. 1967 in Dresden, lebt und arbeitet in Berlin und Südbrandenburg)
beschäftigt sich in seinen Installationen, Skulpturen, Objektbildern und Filmen
mit der Konzeption und Materialität von Räumen. Die Zusammenarbeit mit Handwerker*
innen sowie der Rückgriff auf handwerkliche Techniken, die seit Generationen
Architektur und Landschaft pr.gen, spielen eine wichtige Rolle in seinem Werk.
Im Mittelpunkt des Buches Formen des lebendigen Raumes stehen die Installationen,
die mit natürlichen Materialien realisiert wurden. Holzapfel transformiert Dinge
wie Pflanzenfasern in künstlerische Artefakte. Er fertigt seine Werke aus Reet, Heu,
Weide, Stroh oder Holz und greift elementare raumbildende Techniken wie Flechten,
Weben und Fachwerkbau auf. Damit beleuchtet er die Aktualität der ländlichen
Methodiken, verweist auf die ökologische Bedeutung nachwachsender Rohstoffe und
unterstreicht ihre Rolle für den gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel.
Anlässlich des Zurich Art Prize 2024 erscheint die umfassende Monografie von Olaf
Holzapfel und präsentiert sein Schaffen der letzten 15 Jahre. Zahlreiche Werke wie
Temporäres Haus (Venedig Biennale, 2011), Zaun (documenta 14), Housing in Amplitude
(Museo de Arte Contemporaneo, Santiago de Chile) und Mantel (Haus Konstruktiv,
Zürich) sind abgebildet. Mit einem Interview von Dieter Roelstraete und einem
Essay von Sebastian Baden.