A.R. Penck & Olaf Holzapfel

Frühjahr 2027 / Knust Kunz Gallery / Munich

Der Blick durch das Kristall verbindet sich in materialistischen Zeichen. A.R. Penck und Olaf Holzapfel beschäftigten sich mit Formsystemen, die in Handlungen und Systemen eingeschrieben sind. In A.R. Pencks Auseinandersetzung mit der Kybernetik werden „Standarts“ zu zeichenhaften Elementen – ähnlich wie Holzapfels Gitterstrukturen von Stadtbildern und Fachwerken. In ihnen wird Sichtbares und Symbolisches zu Bildern verbunden. Werke, die auf Gesamtheit abzielen. Penck verstand Zeichenalphabete als positivistische Handlungsmöglichkeit in der Mitte der Moderne. Kunst erscheint hier als Sprache, die dem gesellschaftlichen Handeln grundsätzlich eingeschrieben ist. Eine Moderne, welche seit der bürgerlichen Revolution zwischen ihrer Furie und vernünftiger Konstruktion nach sich selbst sucht. Holzapfels Blick geht auf das zeitlose Sprachmaterial der Pflanzen ein, auf die Systeme zwischen Natur und menschlicher Konstruktion.