Produktive Unruhe

21.5.-26.7.26 / Kunsthaus Dresden

Mit Werken von Bernd Bankroth, Falko Behrendt, Sibylle Bergemann, Christian Borchert, Anna Bromley, Klaus Dennhardt, Michael Freudenberg, Freunde der Italienischen Oper, Reinhard Dietrich, Manuel Frolik, Hubertus Giebe, Hermann Glöckner, Dieter Goltzsche, Eberhard Göschel, Hans-Hendrik Grimmling, Herta Günther, Angela Hampel, Andreas Hegewald, Christian Heinze, Christine Heitmann, Ernst Hirsch / Gartenfest Heinz Wittig, Olaf Holzapfel, Wilhelm Klotzek, Sylvie Kürsten, Gerda Lepke, Werner Lieberknecht, Peter Makolies, Yana Milev, Henrike Naumann, Helga Paris, A. R. Penck, Johannes Peschel, David Polzin, Günther Rechn, Núria Quevedo, Ruth Wolf-Rehfehldt, Jürgen Schieferdecker, Hanns Schimansky, Werner Schinko, Jürgen Schön, Luise Schröder, Klaus Schwabe, Sabine Slatosch, Wolfgang Smy, Erika Stürmer-Alex, Ulrich Tarlatt, Alfred Thiele, Max Uhlig, Norbert Wagenbrett, Arnold Walter, Suse Weber, Claus Weidensdorfer, Horst Weisse, Olav Westphalen, Leoni Wirth, Karla Woisnitza, Ruth Wolf-Rehfehldt, Willy Wolff, Ulrich Wüst, Fotis Zaprasis

Mit einem künstlerischen Zeitzeug*innenprojekt von Sylvie Kürsten mit Susanne Altmann, Michael Freudenberg, Hubertus Giebe ,Prof. Dr. Bernd Lindner, Yana Milev, Peter Segor, Sabine Slatosch

Die 1980er Jahre waren auch in Dresden eine bewegte unruhige Zeit, voller Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen und welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits staatlicher Lenkung? Die Ausstellung „Produktive Unruhe“ nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick. Den Ausgangspunkt bilden die IX. und X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR, in denen sich bereits die Vielfalt des damaligen künstlerischen Wirkens abbildet, aber auch ausgewählte Positionen einer Alternativkultur, die zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wege jenseits der staatlich gelenkten Bahnen sucht und findet.Die gemeinsam entwickelte Ausstellung bietet Einblicke in diese besondere Zeit, überwiegend anhand der grafischen Sammlungsbestände des Zentrums für Kunstausstellungen der DDR (ZfK), die 1991 nach der Auflösung des ZfK dem ifa – Institut für Auslandsbeziehungen übertragen wurden. Im selben Jahr entstand auch das Kunsthaus Dresden als Nachfolgeinrichtung der ehemaligen Dresdner Außenstelle des ZfK und heutige städtische Galerie für Gegenwartskunst.

Gleich mehrere künstlerische Neuproduktionen eröffnen – zum Teil auch in Auseinandersetzungmit der eigenen Familienbiografie – den Dialog zwischen den Generationen in dieser Ausstellung mit Werken und Leihgaben von insgesamt mehr als 50 Künstler*innen.

Auch der forschende Blick auf das Publikum von damals, seine Interaktion mit der Kunst damals wie heute hier, und das historische dokumentarische Material verweben Perspektiven der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander und schlagen eine Brücke zu den Menschen und der Atmosphäre der 8oer Jahre in einem Land in Unruhe.

Eine gemeinsame Ausstellung des Kunsthauses Dresden und dem ifa-Institut für Auslandsbeziehungen in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung. Zu den weiteren Partnern zählen der Kunstfonds / Staatliche Kunstsammlungen Dresden und Art in Networks – ein Forschungsprojekt der Professur für Bildwissenschaft und Kunstgeschichte der TU Dresden.

Unser Dank gilt der SLUB – Deutsche Fotothek, der Sammlung des Albertinum / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, dem Lindenau Museum Altenburg, dem Getty Research Institute in Los Angeles, dem Stadtarchiv Dresden, dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, der Galerie Himmel Dresden und vielen weiteren Partnern und Leihgebern.

Kuratiert von Susanne Weiß und Christiane Mennicke-Schwarz begleitet durch Sylvie Kürsten, Robert Thiele, Julianne Csapo. Mit Dank für wichtige Hinweise und Zusammenarbeit an: Silke Wagler, Prof. Dr. Bernd Lindner, Olaf Holzapfel, Luise Schröder. Archivarbeit: Janine Wagler, Dr. Swantje Greve. Ausstellungsarchitektur lfm2 Leipzig.

https://kunsthausdresden.de/veranstaltungen/produktive-unruhe/